PMax VideoAds: Wie bewährt sich das neue Format gegenüber klassischen YouTube-Ads?
YouTube hat einen Marktanteil von über 80 Prozent und ist mittlerweile mit Abstand das beliebteste Videoportal in Deutschland. Nach Google ist die Videoplattform die zweitgrößte Suchmaschine der Welt. Monatlich 47 Millionen Nutzer hat YouTube allein in Deutschland. Daraus entsteht die logische Konsequenz, dass dieses Portal sich hervorragend als Werbeplattform eignet, um eine möglichst große Zielgruppe zu erreichen. Dafür gibt es unterschiedliche Herangehensweisen. In welcher Form sollten Werbetreibende die Schaltung von Ads auf YouTube vornehmen und welches Kampagnenformat bietet sich an?
Eine Kampagne, alle Formate. Das ist der neue Allrounder von Google seit diesem Jahr. So deckt das neue Kampagnenformat Performance Max Search, Display, Shopping, Gmail, Maps und YouTube ab. Doch wo liegen die Unterschiede zwischen einer klassisch aufgesetzten YouTube-Kampagne und der neuen Kampagne für maximale Performance? Welche Vor- und Nachteile gibt es und wie sehen wir das Ganze?
Performance Max und Video-Ads im Vergleich
Die Vorteile für die neue Werbeform liegen auf der Hand. Es gibt bei der Performance Max-Kampagne zwei Möglichkeiten für die Nutzung und das Hinterlegen von Video-Ads. Wir werfen ebenso einen Blick auf die Nachteile der PMax VideoAds. Und worin bestehen weiterhin die Vorteile einer klassischen YouTube-Kampagne?
Vorteile der PMax Video-Ads
Die Videonutzung kann mit PMax-Kampagnen auf unterschiedlichen Wegen erfolgen. Erstens: die Verwendung eigens erstellter Videos. Zweitens: Wenn keine eigenen Videos zur Verfügung stehen, erstellt der Algorithmus von Google automatisch welche. Google nutzt dafür die weiteren Asset-Bausteine wie Texte und Bilder und kreiert daraus ein Video. Dies impliziert auch einen weiteren, nicht zu vernachlässigenden Faktor: die Zeitersparnis. Es müssen auf Kundenseite keine extra Ressourcen an Zeit und Budget in die Erstellung von YouTube-Videos gesteckt werden. Weiterhin ist die Ausspielung auf allen Kanälen, nicht nur auf YouTube, praktisch. Zudem lassen sich bis zu fünf eigens hochgeladene Videos in der Performance Max-Kampagne hinterlegen.
Nachteile der automatisierten Video-Assets von PMax
Ein großer Nachteil bei der Nutzung einer Performance Max-Kampagne mit gespeicherten Videos ist die geringe Kontrolle über die Ausspielung. Dadurch, dass das neue Kampagnenformat alle Kanäle von Google nutzt, können Werbetreibende nicht bestimmen, wo und in welchem Umfang YouTube verwendet wird. Marketer bekommen also einen geringeren Einblick. Wenig rentable Kanäle lassen sich nicht ausschließen.
Dies hat negative Folgen vor allem für die Auswertbarkeit. Die Kennzahlen können keine klassischen Performance-Kennzahlen, die sich nur auf YouTube beziehen, ausweisen. Es ist auch keine genaue Zielgruppenansprache mehr möglich. Ein weiterer sehr wichtiger Punkt und leider kein Vorteil zugunsten der Video-Ads von Performance Max-Kampagnen sind die von Google automatisch erstellten Videos, wenn keine eigens produzierten Videos hochgeladen werden. Die Qualität lässt hier leider sehr zu wünschen übrig. Mit eigenem Content hingegen lassen sich die VideoAds zu einem individuellen Werbemittel machen.
Anforderungen an die Kampagnen
Damit sich Werbetreibende nicht im YouTube-Universum verlieren und trotzdem die richtige Zielgruppe finden sowie ansprechen, wird ein zielgenaues Targeting benötigt. Die Performance Max-Kampagne arbeitet hier mit dem sogenannten Zielgruppensignal. Dieses soll Google als Hinweis dienen, wo die Zielgruppe zu finden sein könnte. Schlussendlich wird aber der Algorithmus auf Grund der Ergebnisse entscheiden, wer welche Anzeige sieht oder eben nicht sieht. Das Zielgruppensignal kann demnach gleichzeitig als Ausschlusskriterium oder Einschränkung dienen.
Wenn wir uns jetzt zum Vergleich das Zielgruppentargeting bei YouTube anschauen, lässt sich feststellen, dass hier eine detaillierte Vorgehensweise notwendig ist. Die Wahl besteht zwischen demografischen Zielgruppen, Interessen, Themen, Placements, Keywords, Remarketing, Kundenabgleich, ähnliche Zielgruppen.
Auch obliegt eine klassisch erstellte YouTube-Kampagne einer wesentlich besseren Kontrolle. Nicht nur über das eigene Budget für die Kampagne, sondern auch über alle weiteren Einstellungen. Außerdem können Marketer sehr genau Performance-Kennzahlen analysieren und auswerten, die rein dem Kanal YouTube zuzuordnen sind. Ein weiterer, wichtiger Vorteil von klassischen Video-Ads ist die Vielzahl an YouTube-Anzeigen, aus denen eine individuelle Auswahl getroffen werden kann.
Die wichtigsten Fakten von Videokampagnen im Überblick:
Anzeigen-Format |
Platzierung |
Videolänge |
Abrechnung |
Zielvorhaben |
Überspringbare Video-Ads |
YouTube |
Max. 3 Minuten (überspringbar nach 5 Sekunden möglich) |
CPV, sobald ein Nutzer Anzeige länger als 30 Sekunden ansieht |
Umsätze |
Nicht überspringbare Video-Ads |
YouTube, Google-Videopartner, Websites Google-Videopartner |
15 Sekunden |
Ziel-CPM |
Markenbekanntheit und Reichweite |
Bumper Ads |
YouTube |
Max. 6 Sekunden |
Ziel-CPM |
Markenbekanntheit und Reichweite |
Video Discovery Ads |
YouTube-Suchergebnissen |
Angezeigt als Thumbnail |
CPC, sobald Nutzer auf Thumbnail klickt |
Produkt- und Markenkaufbereitschaft |
Out-Stream Ads |
Ausschließlich Apps und Websites von Google-Videopartnern |
Keine Begrenzung |
Sichtbare CPM |
Markenbekanntheit und Reichweite |
Masthead Ads |
Browser YouTube |
Max 30. Sekunden am PC, sonst keine Begrenzung |
Feste CPM-Basis |
Mastheads müssen über einen Google-Vertriebsmitarbeiter gebucht werden |
Anzeigensequenz |
Ausschließlich auf YouTube |
Unterschiedlich, je nach Nutzung des ausgesuchten Werbemittels Kombination aus langen und kurzen Videos |
Maximaler CPV |
Produkt- und Markenkaufbereitschaft |
Warum wir dafür brennen
Wir haben es bereits erwähnt: YouTube ist mittlerweile zur zweitgrößten Suchmaschine der Welt aufgestiegen und Nutzer verbringen täglich Stunden über Stunden damit, sich Videos anzusehen und sich durch die Inhalte zu klicken. Die Chance als Werbetreibender nicht zu nutzen, ist eigentlich keine Option!
Den Vorteil einer neuen Performance Max-Kampagne, inklusive der Abdeckung des Kanals YouTube, sehen wir deutlich für Unternehmen mit kleinem bis gar keinem extra Budget für reine Reichweitenkanäle. Durch die Nutzung einer Performance Max-Kampagne ist es also nun deutlich mehr Unternehmen möglich, auch YouTube abzudecken. KMU müssen für das Video-Advertising nicht viel Budget und Zeit in aufwendige Werbefilme stecken. Dies kann durchaus ein Vorteil sein.
Möchten Unternehmen aber eine möglichst genaue Ansprache ihrer Zielgruppen und vor allem auch eine exakte Aussteuerung der Kampagne, so bleibt YouTube das klassische Mittel der Wahl. Die Vorteile der granularen Ansprache und Auswahl sprechen hier vor allem für sich. Auch geben Unternehmen hier die Kontrolle nicht komplett an Google ab. Die Aussteuerung bleibt in unternehmenseigener Hand und kann jederzeit an die Bedürfnisse angepasst werden.
Mit individuellen Vorstellungen und Ansprüchen sind Unternehmen bei uns an der richtigen Adresse. Wir als professionelle Agentur helfen Ihnen dabei, Ihre Werbebotschaften in das Videoformat zu verpacken, das ideal auf Ihre Wünsche zugeschnitten ist.
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